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Feb

Schlechte Rhetorik: Wenn aus Chancen eine Last wird

Vorträge bieten allen Beteiligten eine große Chance: Der Vortragende hat die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Zuhörer und die Gelegenheit, diese von seinen Ansichten, seiner Meinung zu überzeugen und Interesse für sein Thema zu wecken. Er kann sich Freunde schaffen, bei vielen Menschen beliebt machen und sogar Unterstützung für sein Projekt gewinnen. Die Zuhörer kommen zu einem Vortrag, weil sie etwas lernen wollen, weil sie Denkanstöße erwarten und begeistert werden wollen. Sie sind dafür bereit, kostbare Zeit zu opfern und gehen, vollkommen zu Recht, mit hohen Erwartungen in einen solchen Vortrag. Die Verantwortung dafür, dass beide Gruppen zufrieden und erfolgreich einen Vortrag wieder verlassen, liegt nahezu vollkommen beim Vortragenden. Er muss es schaffen, die Erwartungen seines Publikums zu erfüllen und kann nur dann darauf hoffen, dass ihm Sympathien und Interesse entgegen kommt.

Dabei gibt es leider viele Vortragende, die entweder nicht in der Lage oder nicht Willens sind, die Erwartungen ihres Publikums zu bedienen. Sie treten unmotiviert auf die Bühne, halten ihren Vortrag in einer monotonen Sprachmelodie und ohne das Publikum einzubeziehen. Sie starren auf ihr Manuskript oder bringen keinen Satz ohne “ähm” heraus. Aber selbst gute und engagierte Sprecher schaffen es nicht unbedingt, das Publikum zu fesseln. Dazu bedarf es auch einem Spannungsbogen und einer genauen Abwägung zwischen Tiefe und Breite des Vortrags, die auf das Publikum abgestimmt sein muss. Zu viele Details und unwichtige Nebenaspekte verwirren, während eine zu oberflächliche Betrachtung anspruchsvollere Zuhörer enttäuschen könnte.

Also, was macht einen guten Vortrag aus?

  • Ein engagierter Redner, dem man das Interesse an seinem Thema ansieht und -hört
  • Einbeziehen des Publikums, Augenkontakt
  • Flüssige Sprache mit möglichst wenig “Füllseln”
  • Ein Spannungsbogen, der den Zuhörer fesslt
  • Anekdoten, Beispiele, Auflockerung
  • Die richtige Mischung aus Breite und Tiefe

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