4
Okt
The heating of Oz
In Sachen Umweltschutz mag Australien führend darin sein, klassische Glühbirnen zu verbieten und Energiesparlampen zu fördern, aber in Sachen Heizung gibt es noch viel Nachholbedarf. Bestes Beispiel dafür ist das Haus der Gasteltern meiner Freundin in der Nähe von Melbourne:
Es ist ein eingeschossiges Haus mit insgesamt vielleicht 120 Quadratmetern und wird durch eine Zentralheizung geheizt. Dabei gibt es einen Temperaturfühler, der die Heizung reguliert und der im kältetesten Teil des Hauses angebracht ist. Das ist schon die erste Absurdität: Die Heizung schaltet nicht runter, wenn es in den normalen Aufenthaltsräumen warm ist, sie heizt weiter, bis auch die letzte Ecke des Hauses aufgeheizt ist. Die zweie Idiotie folgt auf dem Fuße: Geheizt wird grundsätzlich von der Decke, von wo aus warme Luft in den Raum geblasen wird. Da warme Luft nach oben strebt, ist es um den Kopf herum schnell warm, die Füße unter dem Schreibtisch frieren aber noch lange weiter… Unsinn Nummer drei ist dann die absolut nicht existierende Isolierung, sodass die Mühsam erzeugte Wärme schnell in den Garten entfleucht.
Gerade die fehlende Isolierung hat uns dann auch auf der weiteren Tour begleitet, aber da der Frühling bereits vor der Tür stand und wir immer mehr in wärmere Gefilde gekommen sind, hat uns das dann glücklicherweise nicht mehr gestört…
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