Nun ist es also passiert. Im einzigen Land, in dem der mühsam ausgehandelte EU-Reformvertrag durch eine Volksabstimmung bestätigt werden muss, haben sich die Bürger für ein "Nein" entschieden. Wie schon der Vertrag von Nizza 2001 und der "Verfassungsvertrag" 2005, ist nun auch der Lissabon-Vertrag am Veto der Bürger eines Landes (vorerst) gescheitert. Das Ergebnis der Abstimmung in Irland ist einerseits ein herber Rückschlag für die weitere Integration der EU, da sie mit 27 Mitgliedstaaten in ihrer bisherigen Form kaum langfristig handlungsfähig bleiben wird, und andererseits ein deutliches Indiz für eines der zentralen Probleme der EU: Die fehlende Verankerung und Legitimation durch die Bevölkerung.
Ich persönlich bin ein großer Freund der europäischen Integration und hoffe, dass das Referendum diesem Prozess keinen allzugroßen Schaden zufügt, aber noch mehr hoffe ich, dass die Verantwortlichen aus diesem Ergebnis die richtigen Schlüsse im Hinblick auf die Politikgestaltung der EU ziehen.
Heutzutage ist die EU in erster Linie ein riesiger Beamtenapparat, der sich die Themen, mit denen er sich beschäftigt, weitestgehend selber heraus sucht. Die Entscheidungsfindung ist hier, im Gegensatz zu nationaler Politik, kein politischer Prozess, in dem Vorschläge öffentlich diskutiert werden, Parteien den Willen ihrer Wähler explizit berücksichtigen müssen und Medien einen großen Anteil an der öffentlichen Darstellung der Entscheidungsprozesse haben. In der EU finden Entscheidungen viel kleinschrittiger statt. Die zentralen Instanzen sind die Expertengremien der Europäischen Kommission, in denen Ministerialbeamte aller Mitgliedsstaaten vertreten sind. Hier werden Themen diskutiert und "kleingearbeitet", bis die Interessen aller Nationen berücksichtigt sind. Das Europäische Parlament kann dann in den meisten Fällen noch als Korrektiv fungieren, aber im Ministerrat und auch im Europäischen Rat finden nur in wenigen Fällen noch inhaltliche Diskussionen statt. Anstehende Vorlagen werden oftmals "im Paket" abgenicktstimmt.
Damit stellen die Entscheidungen der EU sachlich gut begründete Versuche dar, die Interessen der Mitgliedsstaaten zusammenzuführen. Sie werden jedoch von den Menschen als Ergebnisse undurchsichtiger Prozesse eines gigantischen bürokratischen Apparats wahrgenommen und nicht als Entscheidungen, die in einem demokratischen Entscheidungsprozess getroffen wurden. Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, dass Reformvorhaben der EU dann, wenn sie dem Volk zur Entscheidung übergeben werden, vor einer großen Hürde stehen.
Irland jetzt zu brandmarken oder aus dem zukünftigen Integrationsprozess auszuschließen, würde dem Ausschluss eines unbequemen Kritikers gleichkommen, der die EU ermahnt, sich ihrer demokratischen Wurzeln zu besinnen. Vielmehr sollten Lehren daraus gezogen und alle Versuche verstärkt werden, die Bevölkerung mehr in die Entscheidungsfindung auf der europäischen Ebene einzubeziehen.
Jugendarbeit wird meist als das Metier professioneller Sozialarbeiter oder ehrenamtlich engagierter Bürger betrachtet, die etwas “für” die Jugendlichen auf die Beine stellen. Dass es auch anders geht, zeigen vier Jugendliche in Hamburg: Sie organisieren einmal im Monat eine Party, zu der nur Gäste unter 19 Jahren zugelassen sind. Ohne Alkohol und Zigaretten und zu jugendkompatiblen Zeiten wird hier gefeiert. Die Gäste sehen den Underage-Club als eine Möglichkeit, zu feiern, ohne dabei mit Erwachsenen zu konkurrieren. In geschütztem Rahmen können sich die Jugendlichen hier ausleben und müssen ihre Parties nicht in Bushäuschen oder auf Parkplätzen veranstalten.
Respekt und herzlichen Dank an die vier Organisatoren.
Bei SpiegelOnline kommentiert Henryk M. Broder die aktuelle Debatte um den Jugendschutz in Casting-Sendungen wie “Deutschland sucht den Superstar”. Seine Argumentation dabei lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Die Teilnehmer sehen sich einer Chance gegenüber, es zu etwas zu bringen, und stellen sich freiwillig der Bewertung durch die Jury. Wie immer im Leben gebe es dabei Gewinner und Verlierer und es sei im Prinzip egal, ob dies vor einem Millionenpublikum geschehe, oder im örtlichen Fußballverein. Jugendlichen eine Teilnahme zu verbieten, komme demnach einer Entmündigung gleich, wie sie “zum Programm aller Erziehungsdiktaturen” gehört.
Wenn man Broders Argument überspitzt, könnte man aber auch folgendermaßen argumentieren: Wenn ein Medikament in einem von 100 Fällen Superkräfte verleiht, in 20 von 100 aber zum sofortigen Tode führt, kann es frei verkäuflich und ohne Hinweis auf die möglichen Nebenwirkungen im Supermarkt angeboten werden. Jeder ist ja frei in seiner Entscheidung, das Medikament zu kaufen. Überlassen wir es dem Markt, denn über die Risiken kann sich ja jeder aus den Todesanzeigen in der Zeitung informieren. Ganz ähnlich verhält es sich bei DSDS und anderen Casting-Shows. Sie versprechen einigen wenigen einen exorbitanten Gewinn, nutzen es dabei jedoch aus, dass es zahlreiche Verlierer geben wird. Die Nebenwirkungen werden nicht thematisiert und Berichterstattung darüber findet sich meist in den Medien, die von der entsprechenden Zielgruppe nicht wahrgenommen werden. Wenn der Staat also Schritte einleitet, Minderjährige vor diesen Nebenwirkungen, auf die sie niemand hinweist und die sie in keiner Weise abschätzen können, zu bewahren, entspricht dies natürlich einer Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit, aber realistische Alternativen sehe ich keine.
Abschließend weist Broder jedoch noch kurz auf das eigentliche Problem hin: Den Willen der Menschen zur Verantwortlichkeit, aber dazu demnächst mehr.
Und mal wieder (So unterschiedlich können Einschätzungen sein) ein Fall, in dem sich SPIEGEL Online und Sueddeutsche.de nicht einig sind: War die Runde, die Maybrit Illner am Donnerstag Abend zum Thema “Glotzen statt klotzen” im Studio versammelt hat, nun “eine spannende Diskussion” (Ein Pils für den Schreihals - Sueddeutsche.de) oder ein eindrucksvolles Zeichen mangelnder Diskussionskultur in der deutschen Öffentlichkeit:
Illners übrige Gäste dürfen dafür bewundert werden, dass ihnen ein Kunststück gelungen ist. Sie haben es geschafft, sechzig Minuten praktisch nichts zur Sache zu sagen und trotzdem eindrucksvoll bewiesen, wo das Kernproblem der Jugend-von-heute-Debatte liegt: In der fehlenden Diskussionskultur, im mangelnden Dialog zwischen Jung und Alt, der sich viel zu oberflächlich und alles andere als verständnisvoll gestaltet (Null Bock auf Gesprächskultur - SPIEGEL Online)
Auch wenn ich die Sendung nicht gesehen habe, neige ich dazu, Spiegel-Autor Sebastian Wieschowski zuzustimmen.
Die letzten Tage, Wochen und Jahre waren nicht die besten für das Ansehen der Wirtschaft in der Bevölkerung. Und die Kritik ist einfach: Da werden Millionensummen innerhalb von Sekunden umgeschlagen, während viele Menschen sich keinen Urlaub leisten können. Mit einem Handstreich, so scheint es, werden Tausende auf die Straße gesetzt, von denen vermutlich viele keine neue Anstellung finden werden und gleichzeitig verkünden viele Konzerne Rekordgewinne. Die Bezüge von Spitzenmanagern steigen überdurchschnittlich stark und dann werden einige beim Hinterziehen von Steuern erwischt. Vielen scheint die Wirtschaft ein undurchdringliches System zu sein, dass sich nur um Geld dreht und auf nichts Anderes Rücksicht nimmt.
In der soziologischen Theorie gibt es einen Ansatz, der genau diesen Aspekt in den Mittelpunkt stellt: Die Theorie gesellschaftlicher Systeme (insb. von Talcott Parsons, Niklas Luhmann). Diese Theorie geht davon aus, dass es innerhalb der Gesellschaft verschiedene Teile gibt, die jeweils eine ganz spezifische Funktion innerhalb der Gesellschaft erfüllen. So kann das Rechtssystem die Einhaltung von Gesetzen garantieren, das politische System wiederum schafft Gesetze und andere gesellschaftliche Regeln. Die Wirtschaft schließlich sorgt dafür, dass Güter und Dienstleistungen auf eine Weise eingesetzt werden, die sicherstellt, dass sie vermehrt und unter den Menschen verteilt werden. Dabei verfügt jedes System über ein eigenes generalisiertes Kommunikationsmedium, das man sich wie eine eigene Sprache vorstellen kann und über das es seine Operationen organisiert. Das Rechtssystem arbeitet hier mit der Rechtsprechung, die Politik mit Macht und die Wirtschaft mit Geld. Dabei verstehen diese Systeme nur ihre eigene Sprache und alles, was andere Systeme tun, müssen sie erst in ihre Sprache übersetzen. Die Wirtschaft interessiert sich nicht für die Rechtsprechung, solange sie keine finanziellen Konsequenzen hat, auch Politik und Gesellschaft müssen ihre Anforderungen an die Wirtschaft so konstruieren, dass sie sich in Geld ausdrücken.
Diese Perspektive, die ich hier natürlich vereinfacht dargestellt habe, liegt auch der Theorie von Jürgen Habermas zugrunde, der vor einer "Kolonialisierung der Lebenswelt durch die Systeme" warnt: Die Systeme, die sich in einem langen Prozess der Modernisierung herausgebildet haben, entfernen sich ihm zufolge immer weiter von dem Leben der Menschen und wirken bald als äußerer Zwang und entfremdete Macht. Die Menschen sehen sie dann nicht mehr als nützliche Einrichtungen an, die ihnen das Überleben sichern, sondern als Gegner, als etwas, gegen das es sich aufzulehnen gilt.
So nützlich diese Perspektive im analytischen und wissenschaftlichen Bereich ist und so treffend Habermas’ Kritik, in meinen Augen, einige heutige Entwicklungen beschreibt, gilt es, eine wichtige Sache nicht zu vergessen: Wirtschaft wird von Menschen gemacht. Diese Menschen sind wie du und ich: Sie haben Freunde und Familie, Träume und Ängste. Sie erfahren Druck und freuen sich über Lob und, nicht zu vergessen, sie leisten im Großen und Ganzen ziemlich gute Arbeit. Gerade Topmanager stehen unter einem unglaublichen Druck, die Renditeerwartungen der Investoren zu erfüllen. Sie haben jemanden, dem sie verantwortlich sind und der über ihr Wohl und Wehe in dem Unternehmen entscheidet. Von außen gesehen ist ihre Position natürlich eine privilegierte und ich bin mir sicher, den meisten unter ihnen ist das durchaus bewusst, wenn sie trotzdem Entscheidungen über eine Verlagerung der Produktion oder die Entlassung von Mitarbeitern treffen, bin ich mir sicher, dass sie dies nicht leichten Herzens tun.
Improvisationstheater ist etwas Tolles: Für die Schauspieler funktioniert es in etwa wie eine Klospülung für’s Hirn, weil man das Denken einfach abschalten kann und muss und für das Publikum bedeutet es meist eine starke Beanspruchung des Zwerchfells. Man kann mit improvisiertem Theater aber auch sehr einfach viele Menschen stark irritieren, so wie es die Jungs und Mädels von Improv Everywhere in der New Yorker Grand Central Station mit der Hilfe von 200 Freiwilligen gemacht haben:
Die Regeln, nach denen unsere soziale Welt doch ganz passabel funktioniert und die wir Alle als selbstverständlich ansehen, einfach mal für ein paar Minuten infrage stellen…(Via: Slow down now blog)
Bernd Ziesemer, seines Zeichens Chefredakteur des Handelsblatts, kommentiert die momentan in Deutschland tobende Diskussion um Steuerflüchtlinge und um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, bedient er sich eines Zitats des ehemaligen US-Botschafters John Kornblum:
Wenn in den USA so etwas wie der Fall Zumwinkel passiert, geht der Mann mit Handschellen ins Gefängnis – in Deutschland bricht stattdessen eine Gerechtigkeitsdebatte los.
Richtig, die Deutschen neigen dazu, aus Mücken Elefanten zu machen und Grundsatzdebatten loszutreten. Ja, Deutschland ist auch nicht gerade für seinen Optimismus bekannt und auch nicht für die schnelle Umsetzung von Reformen. Aber Deutschland ist bekannt und respektiert für seine Fähigkeit zur Selbstreflexion. Was letzte Woche ans Licht gekommen ist, betrifft mehr als nur einen Mann, der wahrscheinlich das Gesetz gebrochen hat und der sich dafür vor Gericht wird verantworten müssen. Es betrifft auch mehr Menschen als die, die sich auf der DVD als mutmaßliche Steuersünder wiederfinden, sondern es zeigt sehr deutlich, wie wenig Ethik und Anstand heutzutage noch gelten.
Worum es geht, lässt sich am besten durch ein Zitat aus unser aller Grundgesetz verdeutlichen:
Artikel 14 (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt. (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Unsere Gesellschaft ist darauf aufgebaut, dass jeder seinen Möglichkeiten entsprechend dazu beiträgt, einen funktionierenden Staat sicherzustellen. Daher zahlen die, die mehr haben auch mehr Steuern und unterstützen dadurch die, die wenig besitzen. Das nennt sich Sozialverträglichkeit oder Solidarität. Ich bin nun sicher kein Verfechter sozialistischer Strukturen und ich bin durchaus der Meinung, dass diejenigen, die viel Leisten auch viel besitzen dürfen, aber das entbindet sie nicht von ihrer Pflicht der Gesellschaft gegenüber.
Wirtschaft und Staat haben es momentan ohnehin schwer, bei den Bürgern Vertrauen zu finden. Zu oft werden vollmundige Versprechen nicht eingehalten und Vertrauen im Namen der "Wirtschaftlichkeit" missbraucht. Klar, im aktuellen Fall geht es nicht um Unternehmen, sondern um Privatpersonen, aber diese sind in den Köpfen sehr eng mit der Wirtschaft verbunden. Da der Staat immer öfter in erster Linie als Erfüllungsgehilfe der Wirtschaft wahrgenommen wird, müssen beide aufpassen, nicht alles Vertrauen der Bürger zu verspielen.
Und ich denke, bei solch fundamentalen Themen ist eine Grundsatzdebatte durchaus angebracht.
Das Kinder Idealisten sind, stellt kaum jemand infrage. Sie stellen gute Fragen und halten den Erwachsenen immer wieder einen Spiegel vor. Meist wird dies als "kindliche Naivität" bezeichnet, die sich "auswächst". Doch dass auch Kinder schon ihre Meinung mit Überzeugungskraft und Verve vor einem "erwachsenen" Publikum verteidigen können, zeigt diese Rede der damals 12-jährigen Severn Cullis-Suzuki auf dem UN-Klimagipfel in Rio 1992. Beeindruckend.
Eigentlich sollte doch alles einfacher werden: Das Internet ermöglicht uns die Kommunikation mit Menschen über den gesamten Erdball hinweg. Distanzen schwinden und Grenzen fallen, doch digitale Kommunikation hat auch die Kommunikation im Nahbereich fest im Griff: E-Mails, Instant Messaging und Soziale Netzwerke dienen heutzutage auch Kommilitonen in derselben Stadt oder gar WG-intern als Kommunikationsmittel. Und während sie gleichzeitig die Kontaktaufnahme erleichtern und Hemmschwellen abbauen, stellen sie uns doch immer wieder vor große Probleme: Vor lauter E-Mails, StudiVZ-Nachrichten, neuen sozialen Netzwerken und Kommunikationsangeboten und -aufforderungen kommt man kaum noch dazu tatsächlich zu leben. Kommunikation wird so zum zentralen Aspekt des alltäglichen Lebens, ohne dass es einen Kommunikationsinhalt gibt, denn es geht nicht mehr um die Erzeugung von Gütern, den Erwerb von Wissen oder den Aufbau von Freundschaften. Aus cogito ergo sum wird communico ergo sum.
Wie es jemandem ergeht, der sich aus der digitalen Kommunikation ein Stück weit zurückzieht und der sich wieder auf das wirkliche Leben konzentrieren will, anstatt digital zu kommunizieren, beschreibt Frauke Lüpke-Narberhaus in ihrem lesenwerten Erfahrungsbericht Mein digitaler Selbstmord. Und dabei zeigt sich, dass ein digitaler Kommunikationsoverkill auch heutzutage keineswegs eine Voraussetzung für ein erfülltes Sozialleben darstellt.
Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ist die wichtigste Aufgabe, die sich einer Gesellschaft stellt, wenn sie sich in der heutigen schnelllebigen Welt erfolgreich behaupten will. Dabei geht es darum, es den jungen Menschen zu ermöglichen, sich in der Welt zu orientieren, kritisch zu denken und ein eigenständiges und selbstverantworliches Leben zu führen. Man sollte daher meinen, dass sich die für diese Aufgabe Verantwortlichen, seien es Politiker, Lehrer oder Professoren, die Lehrer ausbilden, aller möglichen Mittel bedienen um diese Aufgabe möglichst effektiv und effizient zu erfüllen. Ein aktuelles Beispiel zeigt aber deutlich, wie sehr alte Überzeugungen und ein starres System dazu beitragen, dass möglicherweise veraltete Techniken zum Standard in der pädagogischen Praxis gehören:
So hat der Dresdner Sozialpädagoge Hans Gängler in einer Studie aufgezeigt, dass die klassische Form von Hausaufgaben, als Wiederholung des Schulstoffes, kaum einen Einfluss auf die schulischen Leitungen der Schüler hat (Hausaufgaben sind überflüssig). Und obwohl er keineswegs der erste ist, der den Nutzen von Hausaufgaben in Zweifel zieht (weitere Literatur), ist diese Erkenntnis noch nicht in den Schulen angekommen bzw. sickert erst sehr langsam in das deutsche Bildungssystem ein. Es gibt jedoch bereits einige wenige Schulen, die versuchen, eine angemesseneren Umgang mit Hausaufgaben zu finden, der die Lernmotivation der Kinder steigert und ihnen gleichzeitig auch die Möglichkeit für umfangreichere Aktivitäten neben der Schule gibt (Besser lernen ohne Hausaufgaben).
Wenn ein Flugzeugbauer herausfindet, dass eines seiner Bauteile das Flugzeug nur schwerer macht, ohne es stabiler, schneller oder komfortabler zu machen, wird er sein möglichstes tun, dieses Bauteil aus dem Flugzeug zu entfernen. Im Bildungssystem hingegen setzen sich Innovationen nur höchst langsam durch und eine wirkliche Reform des Unterrichtsgeschehens scheint unmöglich, dabei wird sie von Tag zu Tag dringender!