26
Jun
Bamberg flippt aus…
Nach 2005 sind die Brose Baskets Bamberg vor fünf Minuten zum zweiten Mal deutscher Basketballmeister geworden!!!
Die nächsten Tage wird Freak City seinem Namen wieder alle Ehre machen!
Herzlichen Glückwunsch!
26
Jun
Nach 2005 sind die Brose Baskets Bamberg vor fünf Minuten zum zweiten Mal deutscher Basketballmeister geworden!!!
Die nächsten Tage wird Freak City seinem Namen wieder alle Ehre machen!
Herzlichen Glückwunsch!
13
Jun
Spiegel Online berichtet von einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC, nach der ein großer Teil der deutschen Jungmanager eine Karriere im Ausland plant. Auch habe bei denen, die in Deutschland bleiben möchten, die Karriere ganz eindeutig Priorität. Das zeigt sich besonders daran, dass ehrenamtliches Engagement zurück geht und sich junge “High Potentials” kaum noch für das Einsetzen, was außerhalb ihres Berufes vorgeht.
Diese Tendenz habe ich als Vorstandsmitglied einer Hochschulgruppe an einer wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät in den letzten Jahren leider auch an der Uni beobachten können. Es wird immer schwieriger, Studenten dazu zu motiveren, sich außerhalb der Lehrveranstaltungen zu engagieren. Dabei werden gerade die zentralen Skills, die einem in Vorlesungen nicht vermittelt werden und die ein Engagement massiv fördern kann, heutzutage am Arbeitsmarkt äußerst stark nachgefragt: Teamfähigkeit, Führungserfahrung, Projektmanagement, Organisationstalent…
In meinen Augen ist diese Tendenz auf den zunehmenden Druck und die höhere Unsicherheit zurückzuführen, denen Studenten heutzutage ausgesetzt sind. Überall wird kommuniziert: Nur Spitzennoten, ein schnelles Studium, Auslandserfahrung und Praktika ermöglichen nach dem Abschluss den Einstieg in einen attraktiven Job. Gerade ehrenamtliches Engagement bleibt hier leider außen vor. Der Konkurrenzkampf ist verdammt hart und Noten und Praktika sind etwas Greifbares, etwas das man messen und aufzählen kann. Engagement fördert auf sehr subtile Weise die Persönlichkeitsentwicklung und “Soft Skills”. Mit denen kann man sich nicht im Lebenslauf brüsten, denken Viele.
Verstärkt wird diese Tendenz aktuell durch die Bachelor-/Master-Studiengänge. Hier wird noch mehr Druck auf die Studenten ausgeübt, werden mehr Prüfungen in ein Semester gequetscht und starre Zugangsgrenzen zu den Masterprogrammen gesetzt. Auf diese Weise werden die Scheuklappen immer enger gezogen. Es ist den meisten Studenten vor lauter Anforderungen kaum noch möglich, sich neben dem Studium zu engagieren, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und über den Tellerrand hinauszuschauen.
Die Fehlwahrnehmung der Kriterien der Unternehmen und der immer stärkere Druck werden letztendlich dazu führen, dass die zukünftigen Manager in Deutschland zwar sehr viel theoretisches Wissen über Controlling, Finanzierung und Markting anhäufen, aber kaum noch in der Lage sind, dieses Wissen adäquat anzuwenden. An dieser Stelle geht, in meinen Augen, enormes Potenzial verloren und das auf einem Gebiet, auf dem in Deutschland ohnehin schon Nachholbedarf besteht.
11
Jun
Die bayerische Staatsregierung hat heute einen gigantischen Schritt gemacht, um die Kinder im Freistaat vor Übergewicht zu bewahren und für eine gesündere Ernährung zu sorgen. Dazu wurde von den Staatsministern Schappauf (Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz) und Schneider (Unterricht und Kultus) ein sensationelles Konzept vorgestellt: Das Konzept für ein gesundes Pausenbrot. So wird es zumindest im Radio genannt.
Ich kenne das Konzept nicht und kann nicht beurteilen, ob es inhaltlich sinnvoll und umsetzbar ist, aber diesen Namen finde ich einfach bescheuert. Was für Assoziationen weckt das denn bitte? Dass die Regierung jetzt sogar gesunde Pausenbrote regulieren will? Dass die Regierung des Landes, dass sich sein “führendes” Bildungssystem auf die Fahnen schreibt, es ihren Wählern nicht zutraut, selber zu wissen, was auf ein gesundes Pausenbrot gehört? (Auch wenn sie zumindest damit leider wahrscheinlich nicht einmal falsch liegt)
Vielleicht sollte auch bei der Betitelung von Konzepten oder Regelungen mal jemand beteiligt werden, der sich halbwegs mit der öffentlichen Wirkung von Sprache auskennt…
9
Jun
Vor einiger Zeit bin ich auf eine sehr interessante Seite gestoßen: TED - Ideas worth spreading. TED steht für Technology, Entertainment, Design und hat sich zum Ziel gesetzt, die wichtigsten und innovativsten Denker der Welt einmal im Jahr auf einer gemeinsamen Konferenz in Monterey zu versammeln. Ein wichtiger Teil dieser Konferenzen und auch darüber hinaus, sind die TED Talks: kurze Vorträge von Menschen, die sich zu einem Thema wirklich intensive Gedanken gemacht und Erfahrungen gesammelt haben. Dabei geht es bei Weitem nicht nur um Technology, Entertainment, Design, sondern auch um Wirtschaft, Entwicklungshilfe, Naturschutz und vieles mehr. Mehr als 100 dieser Talks sind dabei online verfügbar und laden zum Stöbern und Sich-Inspirieren-Lassen ein: TED Talks online
In den nächsten Wochen werde ich hier immer mal wieder einen TED-Talk einstellen und ein paar Kommentare dazu abgeben. Ich wünsche euch viel Spaß dabei.
6
Jun
Immer wieder kommt der Vorwurf auf, dass Blogs sich lediglich um sich selber drehen und kaum einen Bezug zur Welt außerhalb der Blogosphäre haben (beispielsweise in der FAZ, Reaktionen unter anderem bei Thomas Knüwer und Stefan Niggemeier sowie eine Reaktion auf die Reaktionen beim Autor des Artikels Martin Schöb).
Niklas Luhmann würde dazu wahrscheinlich folgendes sagen: “Die Blogosphäre ist ein autopoietisches System. Sie redet in ihrer eigenen Sprache mit sich selbst und irritiert alle Anderen.” (in Anlehnung an einen Ausspruch eines Kommilitonen).
5
Jun
In der außenpolitischen Debatte gilt die Demokratisierung instabiler Staaten immer noch als das Allheilmittel, um Staaten zu stabilisieren und die Ordnung wiederherzustellen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt jedoch, dass demokratische Wahlen alleine keineswegs ausreichen, um Regierungen zu installieren, die die Ordnung in einem Land aufrecht erhalten können - man schaue nur nach Afghanistan oder in den Irak.
Im Rahmen einer Hausarbeit habe ich mich ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt und anhand des Beispiels von Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) in Westafrika aufgezeigt, dass Demokratisierung unter bestimmten Voraussetzungen auch als ein Katalysator ethnischer Konflikte fungieren kann: Demokratisierung als Katalysator für ethnische Konflikte – Der Fall Côte d’Ivoire (pdf, 280kb, 28 S.)
1
Jun
Das nenn ich gelungen! Die in den letzten Tagen viel diskutierte und äußerst umstrittene Organspende-Show hat sich in der letzten Minute als Fake entpuppt. Die angebliche Spenderin ist eine Schauspielerin und die kranken Teilnehmer sind zwar wirklich krank, waren aber von Anfang an darüber informiert, dass es nicht wirklich um eine Niere geht. Der Sinn des Ganzen? Aufmerksamkeit wecken und die Menschen auf die prekäre Situation in Sachen Organspende hinweisen. (Mehr dazu)
Und dieses Ziel haben die Macher der Sendung mit Bravour erreicht. Gleichzeitig haben sie der heutigen Mediengesellschaft wunderbar einen Spiegel vorgehalten: In die Medien kommt heute das Kurzfristige, das Neue, das Empörende und nicht die wirklichen Probleme und die altbekannten Tatsachen. Medien greifen Stimmungen und Trends auf und nicht echte Probleme.
Aber jetzt eine große Bitte an alle sozialen Initiativen und Medienmacher: Das funktioniert nur einmal! Wenn sich solche Tricks häufen, wird am Ende niemand mehr wissen, was echt und was gestellt ist.
Das ist auch das große Problem dieser Aktion: Sie hat eine Grenze verschoben. Nach diesem Beispiel werden vielleicht auch andere Sender auf die Idee kommen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, indem sie bewusst Emörung erzeugen. BNN mag dies zu einem sehr guten Zweck genutzt haben, aber dass solche Manipulationen auch für weniger noble Dinge genutzt werden können sollte allen Medienkonsumenten klar sein. In Zukunft heißt es also noch genauer darauf zu schauen, was in den Medien real und was Fiktion ist, was tatsächlich Empörung verdient und was nicht. Die Öffentlichkeit, die sich gerne als Rezipient der Medien versteht und die Medien in ihren Diensten sieht, wird sich nun noch stärker fragen, wer hier eigentlich wen kontrolliert.
Übrig bleibt ein Musterstück in Sachen Massenmarketing mit einem (zu?) hohen Preis.
1
Jun
Netzpolitik.org berichtet über einen erneuten Schildbürgerstreich des deutschen Gesetzgebers: Das umfangreiche Verbot von Software, die zum Ausspionieren von Computern und Netzwerken verwendet werden kann.
Das klingt auf den ersten Blick ganz sinnvoll, hat aber einen gewaltigen Haken: Diese Tools werden auch von Systemadministratoren verwendet, um das System zu verwalten und, ganz wichtig, dessen Sicherheit zu testen. Wie soll ein Administrator jetzt testen, ob und auf welche Weise sein System angreifbar ist? Sollten sich alle Admins tatsächlich an dieses Gesetz halten, werden deutsche Server deutlich unsicherer, Entwicklung von Software auf dem Gebiet der Datensicherheit wird in Deutschland nahezu unmöglich und auch die Ausbildung der Computerfachleute wird in diesem Bereich deutlich abgewertet. Gut gemacht, Bundestag!